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Millionen für sauberes Wasser - Investitionen an Kamener Kläranlage

Kamener KläranlageFoto: Jochen Durchleuchter - Lippeverband
12.06.2018 Vor rund 20 Jahren baute der Lippeverband die Kläranlage Kamen-Körnebach, die am Zusammenfluss von Körne und Seseke den größten Teil des Kamener Abwassers reinigt. Jetzt investiert der Verband wieder - 2,8 Millionen Euro fließen in verbesserte Technik und die Erneuerung verschlissener Bauteile.

Erneuert wurde der Sandwaschklassierer. Er gehört zum so genannten Sandfang, mit dem feiner Sand und kleine Steinchen aus dem Abwasser herausgeholt werden, bevor die eigentliche Abwasserreinigung beginnt. Der Sand kann im Straßenbau wiederverwendet werden, muss aber vorher „gewaschen“ werden.

Müll wird „herausgekämmt“

Gleich nebenan stand die Erneuerung der Grobrechen mit den Rechengutwaschpressen an: „Rechengut“ ist mit geschwemmter Müll im Abwasser, der nicht in die Kläranlage gelangen darf, deshalb „herausgekämmt“ und mit einer Waschpresse zusammengedrückt wird. Bei dieser Gelegenheit wurde die Aufstellung all dieser Maschinen in der Rechenhalle geändert und optimiert. Jetzt brauchen sie weniger Platz, das spart zukünftige Betriebskosten. Allein diese Re-Investitionen belaufen sich auf 670.000 Euro.

Strom wird selbst erzeugt

Für ein neues Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 330 kW hat der Lippeverband 900.000 Euro in die Hand genommen. Das neue Kraftwerk ersetzt die beiden alten, deren Gesamtleistung etwas niedriger lag, zusätzlich wird der Aufwand für Wartung und Instandhaltung reduziert.

Auch an den Klärbecken gab es Erneuerungsbedarf: In den Belebungsbecken, dem Herzstück der biologischen Abwasserreinigung, wurden die Belüfterteller durch moderne, effizientere Belüfter ersetzt. Diese blasen Sauerstoff in die Becken - den brauchen die Abwasserbakterien, wenn sie die im Wasser gelösten Schmutzstoffe „fressen“ sollen.
- Lippeverband -


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