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Wohnberechtigungsscheine

Wohnungswesen und Bauförderung

Bernd Teichert
Foto: Linda Peloso

Das von Bernd Teichert geleitete Sachgebiet prüft und klärt Fragen über die finanziellen Fördermöglichkeiten beim Neubau von Wohnungen, bei der Schaffung von Wohneigentum und auch bei geplanten investiven Maßnahmen im Wohnungsbestand.

Die Fachleute in der Kreisverwaltung geben außerdem gibt Informationen über Wohnberechtigungsscheine und über Zinssenkungsanträge.


Wer ist antragsberechtigt?

Vor Gebrauchsüberlassung einer geförderten Wohnung muss sich der Vermieter durch die Vorlage eines entsprechenden Wohnberechtigungsscheins vom Wohnungssuchenden dessen Wohnberechtigung nachweisen lassen.

Diese Bescheinigung ist dem Vermieter vor Abschluss eines Mietvertrages vorzulegen!

Zu prüfen sind:

Die Antrags- bzw. Wohnberechtigung aller zur Familie oder zum Haushalt gehörenden Personen deren Gesamteinkünfte und die entsprechende Einkommensgrenze (siehe dazu: Übersicht über Einkommensgrenzen) im öffentlich geförderten Wohnungsbau.

Die Größe der gewünschten Wohnung und die nach den Vorschriften vorgegebene zustehende Wohnungsgröße (Zimmerzahl, Wohnfläche in qm).

Sie benötigen einen Wohnberechtigungsschein (WBS)?

  • Voraussetzung zum Bezug einer geförderten Wohnung ist ein gültiger Wohnberechtigungsschein. Diesen erhalten Sie, wenn:
  • das Einkommen Ihres Haushaltes die Einkommensgrenze des geförderten Wohnungsbaues nicht übersteigt
  • die Wohnung eine für Ihren Haushalt angemessene Größe aufweist.

Bei ausländischen Antragstellern aus 3. Staaten (nicht EU) kann ein Wohnberechtigungsschein nur ausgestellt werden, wenn die Aufenthaltserlaubnis ab Datum der Antragsstellung mindestens ein Jahr Gültigkeit besitzt.

Alle Einkommensnachweise der Haushaltsgemeinschaft z.B.:

  • aktueller Rentenbescheid •Bescheide über Arbeitslosenunterstützung
  • letzter Steuerbescheid •Gewinn- und Verlustrechnung (für Selbständige)
  • Nachweis über Sozialhilfe •Nachweis über Krankengeld
  • BAföG-Bescheid/Immatrikulationsbescheinigung

Nachweis über Unterhaltszahlungen Nachweise für Einkommensfreibeträge sind z. B.:

  • Schwerbehindertenausweis
  • Nachweis über zu leistende gesetzliche Unterhaltsleistungen
  • Erhöhte Werbungskosten sind lt. Steuerbescheid nachzuweisen
  • Heiratsurkunde / Lebenspartnerschaftsurkunde (sofern beide Ehe- / Lebenspartner nicht länger als 5 Jahre verheiratet und nicht älter als 40 Jahre sind)
  • Schwangerschaftsnachweis
  • Schulbescheinigung (bei Kindern ab 16 Jahre)
  • Nachweis über eine Pflegebedürftigkeit
  • Nachweis über den Kindergeldbezug bei volljährigen Kindern

Zinssenkungsanträge

Prüfung von Zinssenkungsanträgen der NRW-Bank für Bönen, Fröndenberg/Ruhr und Holzwickede. Für entsprechende Anträge aus anderen Städten des Kreises Unna ist der Fachbereich für Wohnungswesen der jeweiligen Stadtverwaltung zuständig.


Stand: 1. Januar 2016

Wie hoch dürfen Bruttoeinkünfte sein, um einen Wohnberechtigungsschein oder eine Wohnraumförderung zu erlangen?

Zahl der zum Haushalt rechnenden Personen

Erwerbsbeteiligung

Einkommensgrenze nach dem WoFG (Wohnraumförderungs-gesetz)

Bruttoeinkommen

1

Angestellte/Arbeiter

18.430 Euro

28.924 Euro

 

Beamte

18.430 Euro

24.628 Euro

 

Rentner

18.430 Euro

20.579 Euro

 

Erwerbslose

18.430 Euro

18.630 Euro

2

Angestellte/Arbeiter

22.210 Euro

40.712 Euro*

 

Beamte

22.210 Euro

34.602 Euro*

 

Rentner (2 Rentner)

22.210 Euro

29.224 Euro*

 

Erwerbslose

22.210 Euro

26.610 Euro*

3

(Ehepaar mit 1 Kind)

Angestellte/Arbeiter

27.970 Euro

43.378 Euro

 

Beamte

27.970 Euro

36.858 Euro

4

(Ehepaar mit 2 Kindern)

Angestellte/Arbeiter

33.730 Euro

52.106 Euro

 

Beamte

33.730 Euro

44.243 Euro

5

(Ehepaar mit 3 Kindern)

Angestellte/Arbeiter

39.490 Euro

60.833 Euro

 

Beamte

39.490 Euro

51.628 Euro

* Freibetrag in Höhe von 4.000 Euro für Zweipersonenhaushalte ist bereits berücksichtigt.

Alle ausgewiesenen Bruttoeinkommen sind auf typische Fälle abgestimmt.
In Einzelfällen können die Beträge variieren. In einigen Fällen sind beispielsweise Freibeträge zulässig, die das anrechenbare Einkommen schmälern (bei jungen Familien, bei Schwerbehinderung beziehungsweise Pflegebedürftigkeit, bei Vorliegen von Unterhaltsverpflichtungen). 

Eine Überschreitung im Falle eines Antrages auf Wohnraumförderung ist nicht zulässig.


Allgemeines

Für den Neubau und den Umbau von Miet- und Genossenschaftswohnungen können Investoren zinsgünstige Baudarlehen des Landes NRW beantragen. Für gewährte Darlehen kann ein Tilgungsnachlass in Höhe von bis zu 50 % in Anspruch genommen werden. Ziel der Förderung ist es vorrangig, einkommensschwächeren Haushalten ein qualitativ gutes Wohnungsangebot zu einem niedrigen Mietzins zur Verfügung zu stellen. Zielgruppe sind Mieterhaushalte, deren Einkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

Die zu errichtenden Wohnungen sollen hinsichtlich der Grundrissgestaltung und Größe für ein breites Nutzerspektrum geeignet sein. Wohnungen müssen barrierefrei geplant und errichtet werden, damit den Bedürfnissen von Schwerbehinderten und älteren Menschen Rechnung getragen wird. Darüber hinaus sollen, zur Verbesserung des Wohnungsangebotes für ältere und/oder pflegebedürftige Menschen oder behinderte Menschen mit Betreuungsbedarf, zukünftig verstärkt Wohnungen gefördert werden, in denen mehrere Personen selbstbestimmt zur Miete wohnen und ihre Pflege oder Betreuung individuell mit Hilfe ambulanter Dienste ihrer Wahl organisieren können (Gruppenwohnungen).

Wie erhalte ich weitergehende Informationen?

Wir beraten Sie gerne, vorab können Sie sich aber auch auf der Internetseite der NRW.BANK informieren. Bei der Schaffung von Wohnraum im Mietwohnungsbau, die mit Fördermitteln des Landes gefördert werden sollen, ist vor Antragstellung in jedem Fall ein Abstimmungsgespräch mit der Bewilligungsbehörde erforderlich. Hierfür stehen Ihnen die unten angegebenen Ansprechpartner des Kreises Unna, während der Geschäftszeiten, gern zur Verfügung.


Was kann gefördert werden?

  • der Neubau von Familieneigenheimen und Eigentumswohnungen
  • der schlüsselfertige Erwerb neuer Familieneigenheime und Eigentumswohnungen
  • der Erwerb gebrauchter Familieneigenheime und Eigentumswohnungen
  • der Ausbau und die Erweiterung zum Zwecke der Neuschaffung von Familieneigenheimen und Eigentumswohnungen
  • Baumaßnahmen für Schwerbehinderte bei Neuschaffung von Wohnraum
  • Baumaßnahmen für Schwerbehinderte bei vorhandenem Wohnraum

Wer kann Fördermittel beantragen?

Haushalte,

  • mit mindestens einer volljährigen alleinerziehenden Person und einem Kind oder
  • mit mindestens einer oder einem schwerbehinderten Haushaltsangehörigen

Voraussetzung ist, dass das Einkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht übersteigt (siehe dazu: Übersicht über Einkommensgrenzen).

Beachten Sie hierzu den Chancenrechner der NRW.BANK.

Wie kann ich Fördermittel beantragen?

Die Antragstellung für die Fördermittel erfolgt durch Antragsvordrucke nach vorgeschriebenem Muster. Die benötigten Antragsformulare können auf der Homepage der NRW.BANK heruntergeladen werden. Natürlich können Sie die entsprechenden Formulare bei den jeweiligen Ansprechpartnern bei Kreis Unna per Email anfordern.

Wie erhalte ich weitergehende Informationen?

Wir beraten Sie gerne, vorab können Sie sich aber auch auf der Internetseite der NRW.BANK informieren. Auf dieser Seite besteht auch die Möglichkeit, mit Hilfe des Förderberaters die Förderfähigkeit des Bauvorhabens zu überprüfen und die Höhe der zu beantragenden Baudarlehen zu ermitteln. Die vor genannten Ausführungen behandeln naturgemäß nur einige grundsätzliche Eckdaten.

Vor einer endgültigen Entscheidung für ein konkretes Bauvorhaben bzw. vor Abschluss von rechtsverbindlichen Verträgen ist auf jeden Fall ein persönliches Beratungsgespräch empfehlenswert. Hierfür stehen Ihnen die Mitarbeiter des Kreises Unna während der allgemeinen Öffnungszeiten gern zur Verfügung.


Das Land NRW stellt Förderdarlehen als Finanzierungshilfen zur Förderung von Modernisierungsmaßnahmen im Bestand zur Verfügung.

Um den Wohnraumbestand in Nordrhein-Westfalen bestmöglich zu nutzen, sind differenzierte Erneuerungsstrategien gefragt, die zeitgemäße Wohnqualitäten zu sozial verträglichen Mieten mit einem wirtschaftlich und technisch tragbaren Aufwand ermöglichen.

Zu den erforderlichen Qualitäten zählen energieeffiziente bauliche Standards, ebenso wie der weitgehende Abbau von Barrieren, der Schutz vor Einbruch, digitale Wohn- und Gebäudetechnik und ein attraktiv gestaltetes Wohnumfeld mit Nahmobilitätsangeboten.

Im Rahmen der Modernisierungsrichtlinien können alle Maßnahmen zur Modernisierung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen in Abhängigkeit von den tatsächlich angefallenen Kosten mit zinsgünstigen Darlehen gefördert werden. Bei der Finanzierung des Modernisierungsvorhabens ist kein Eigenanteil zu erbringen.

Die Förderung geht grundsätzlich mit der Einhaltung von Mietpreis- und Belegungsbindungen bzw. Einkommensgrenzen über die gesamte Dauer der Zinsverbilligung von 20 bzw. 25 Jahren einher, so dass auch die betroffenen Mieterinnen und Mieter in Form langfristig bezahlbarer Mieten von der öffentlichen Förderung profitieren. Zugleich ist sichergestellt, dass die geförderten Wohnungen bei einem Mieterwechsel an Haushalte vergeben werden, die aufgrund ihres Einkommens auf eine vergünstigte Miete angewiesen sind.

Für Eigentümerinnen und Eigentümer, die für die Modernisierung ihrer selbstgenutzten Wohnung, bzw. ihres Eigenheims, die Angebote der Wohnraumförderung nutzen wollen, gelten Einkommensgrenzen (siehe dazu: Übersicht über Einkommensgrenzen).

Modernisierungsmaßnahmen können auch auf der Basis von Quartierserneuerungskonzepten gefördert werden. Dabei geht es in der Regel nicht um einzelne bauliche Maßnahmen, sondern um standort- und zielorientierte Erneuerungsstrategien, die den gesamten Siedlungsbereich attraktiver und sicherer für alle Altersgruppen machen. Die Fördermittel stehen landesweit unabhängig von den Bedarfsniveaustufen zur Verfügung.

Bauliche Maßnahmen in höhergeschossigen Gebäuden und hochverdichteten Wohnanlagen der 1960er und 1970er Jahre sind an besondere Fördervoraussetzungen gebunden. Dazu zählen die Ableitung aus einem kommunalen wohnungspolitischen Handlungskonzept und die Vorlage eines langfristigen Bewirtschaftungskonzepts. Damit wird sichergestellt, dass die Förderung keine städtebaulichen, baulichen und sozialen Problemlagen verfestigt, sondern einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Umstrukturierung der Wohnanlagen dient.

Eckpunkte des Förderprogramms

  • Förderung in Form zinsgünstiger Darlehen mit Tilgungsnachlässen
  • Tilgungsnachlässe von 20 Prozent der Darlehenssumme möglich
  • Förderung von Maßnahmen in bestehenden Mietwohnungen und bestehendem Wohneigentum
  • Es können alle Modernisierungsmaßnahmen an und in Gebäuden gefördert werden, die älter als 5 Jahre sind
  • Die Förderung von Wohnumfeldmaßnahmen ist möglich
  • Instandsetzungsmaßnahmen sind im Verbund mit Modernisierungsmaßnahmen förderfähig
  • Je Wohnung können bis zu 100.000 Euro Darlehen bewilligt werden
  • Darlehen sind 10 Jahre zinsfrei, danach bis zum Bindungsende 0,5 Prozent pa Zinsen. Während der gesamten Laufzeit 0,5 Prozent pa Verwaltungskostenbeitrag
  • Für das gewährte Darlehen ist ein einmaliger Verwaltungskostenbeitrag von 0,4 Prozent zu zahlen
  • Keine Eigenleistung erforderlich
  • Mietpreis- und Belegungsbindungen für wahlweise 20 oder 25 Jahre


Voraussetzungen?

Mit Schwerbehindertendarlehen fördert das Land NRW bauliche Maßnahmen in Eigenheimen, selbstgenutzten Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen, die wegen der Art der Behinderung erforderlich sind. Gefördert werden können schwerbehinderte Menschen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50, deren Haushaltseinkommen die Einkommensgrenzen für den sozialen Wohnungsbau einhält oder um nicht mehr als 40 % überschreitet (siehe dazu: Übersicht über Einkommensgrenzen).

Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören z.B. Rampen, Treppenlifte, behinderungsgerechte Badezimmer.

Das Schwerbehindertendarlehen kann zusätzlich zu den Förderdarlehen zum Eigentumserwerb und zusätzlich zu den Fördermitteln zum Abbau von Barrieren gewährt werden.

Das Schwerbehindertendarlehen beträgt maximal 40.000 Euro je Wohnung, bei einer Überschreitung der Einkommensgrenzen um mehr als 40 Prozent maximal 20.000 Euro je Wohnung.

Eine Bewilligung ist nicht zulässig, wenn das zu bewilligende Baudarlehen 2.000 Euro unterschreitet.

Erforderliche Unterlagen

Darlehensantrag nach vorgeschriebenem Muster. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie im beim Kreis Unna oder auf der Homepage der NRW.BANK.

Wie erhalte ich weitergehende Informationen?

Wir beraten Sie gerne, vorab können Sie sich aber auch auf der Internetseite der NRW.BANK informieren. Auf dieser Seite besteht auch die Möglichkeit, mit Hilfe des Förderberaters die Förderfähigkeit des Bauvorhabens zu überprüfen und die Höhe der zu beantragenden Baudarlehen zu ermitteln.

Die vor genannten Ausführungen behandeln naturgemäß nur einige grundsätzliche Eckdaten. Vor einer endgültigen Entscheidung für ein konkretes Bauvorhaben bzw. vor Abschluss von rechtsverbindlichen Verträgen ist auf jeden Fall ein persönliches Beratungsgespräch empfehlenswert. Hierfür stehen Ihnen die Mitarbeiter des Kreises Unna während der allgemeinen Öffnungszeiten gern zur Verfügung.


Formulare & mehr

Auskunft

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Bernd Teichert (Leitung)
Fon 0 23 03 / 27-11 60
bernd.teichertkreis-unnade

Klaus Heberling (Mietwohnungsbau/Modernisierungen)
Fon 0 23 03 / 27-18 60
Fax 0 23 03 / 27-12 96
klaus.heberlingkreis-unnade

Andreas König (Eigentumsförderung)
Fon 0 23 03 / 27-21 60
Fax 0 23 03 / 27-12 96
a.koenigkreis-unnade

Raffaela Campise (Wohnberechtigunganträge/Zinssenkungsanträge)
Fon 0 23 03 / 27-20 60
Fax 0 23 03 / 27-12 96
raffaela.campisekreis-unnade

Thomas Maletz (Technik/Planung)
Fon 0 23 03 / 27-22 60
Fax 0 23 03 / 27-12 96
thomas.maletzkreis-unnade