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Kreis liefert Bilder für Weltkarte - Geodaten für OpenStreetMap bereitgestellt

Fachleute unter sich: Sebastian Hellmann und Karsten Krantz übergeben die Daten der Luftbilder an den Bochumer Studenten Tobias Wendorff.Foto: Jennifer Teichmann - Kreis Unna
09.03.2018 Jede Ecke der Welt auf einer allen frei zugänglichen virtuellen Weltkarte sehen zu können. Das ist die Idee der 2004 initiierten OpenStreetMap (OSM). Die lebt wiederum davon, dass möglichst viele Menschen die Karte ausbauen und verbessern. Der Kreis ist jetzt mit dabei: Er steuert Luftbilder bei.

Konkret geht es um Senkrechtluftbilder, sogenannte Orthophotos. Sie helfen der Verwaltung bei der Erstellung von Katasterkarten, geben Auskunft über Flächennutzung und sind auch für die Bauordnung eine wichtige Datengrundlage.

Daten können für Digitalisierung verwendet werden

Die symbolische Übergabe der Geodaten erfolgte jetzt im Kreishaus durch Sebastian Hellmann und Karsten Krantz vom Fachbereich Vermessung und Kataster. Empfänger war Tobias Wendorff, 35-jähriger Geographiestudent der Ruhr-Universität Bochum. Er sorgt dafür, dass die vielen freiwilligen Mapper diese Daten im Kreisgebiet für die Digitalisierung verwenden können.

„Das Straßen- und Landschaftsbild verändert sich ständig. Deshalb organisiert der Fachbereich Vermessung und Kataster regelmäßig Befliegungen“, erklärt Sebastian Hellmann. Die aktuellen Luftbilder stammen aus der Befliegung im letzten Jahr und sind bereits über den Geoservice auf der Internetseite des Kreises abrufbar.

Beitrag zu einem aktuellen Bild vom Kreis

„Mit der Bereitstellung für die OSM-Community liefern wir einen kleinen Baustein für die virtuelle Weltkarte und sorgen gleichzeitig mit dafür, dass dort ein aktuelles Bild vom Kreis Unna erscheint“, betont Hellmann. Im Rahmen des Open Governments besteht nun sogar die Möglichkeit, die Bereitstellung auf weitere Geodaten auszudehnen.

Die Zulieferung könnte in Zukunft um die Retoure ergänzt werden. „Im Moment stellen wir OSM unsere amtlichen Geodaten zur Verfügung. Denkbar ist, dass die von der Community gesammelten Veränderungs-Informationen künftig als Hinweise in den Fortführungsprozess der amtlichen Kartenwerke einfließen“, wagt Sebastian Hellmann einen Blick in die Zukunft.
- Constanze Rauert -




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