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Notunterkünfte in Bönen und Werne - Endabrechnung erfolgt

Betten in einer NotunterkunftFoto: Birgit Kalle - Kreis Unna
17.05.2017 Die Zelte und Betten sind längst abgebaut, unter den Finanzen ist nun auch ein Strich. Damit gehören die vom Kreis für das Land seit Herbst 2015 bis Sommer 2016 betriebenen Notunterkünfte in Bönen und Werne endgültig der Vergangenheit an.

Wie Ordnungsdezernent Dirk Wigant im Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr Anfang der Woche erklärte, hat die Bezirksregierung Arnsberg die gesamten Kosten geprüft und anerkannt.

Bönen bekommt noch Geld vom Lad

Bei den Abschlagszahlungen für die Unterkunft in Werne überwies die Bezirksregierung rund 38.700 Euro zu viel. Das Geld geht nun zurück an Arnsberg. In Bönen ist es umgekehrt. Dort fließen noch ausstehende Mittel in Höhe von über 297.000 Euro Richtung Kreisgebiet.

Rund 100.000 Euro davon erhält das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Unna. Das DRK betrieb bekanntlich auf Bitten von Landrat Michael Makiolla beide Unterkünfte für den Kreis.

Weitere knapp 75.500 Euro gehen an die Gemeinde Bönen für die Abrechnung der Kosten für Strom, Gas und Wasser sowie für die Wiederherrichtung der zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten und damit für den Sport gesperrten Turnhalle.

Dezernent dankt DRK, Kommunen und Bevölkerung

Wigant nutzte die Information über die Abrechnung auch, um sich beim DRK-Kreisverband, der Gemeinde Bönen, der Stadt Werne und der Bevölkerung in beiden Kommunen für die gute Zusammenarbeit, das große Verständnis und die oft spontane Hilfsbereitschaft zu bedanken.

Noch sind nicht alle Abrechnungen erledigt. Wigant geht angesichts der vorliegenden Informationen jedoch davon aus, dass der Kreis mit zu den kostengünstigsten Kommunen in Nordrhein-Westfalen gehören wird.

Notunterkünfte gut und günstig organisiert

Während andernorts rund 1.700 Euro pro Flüchtling ausgegeben wurde bzw. werden musste, liegt Werne trotz der hohen Kosten für die Anmietung von Zelten bei „nur“ 1.080 Euro. Bönen gehört mit 713 Euro pro Personen im besten Sinne zu den Schlusslichtern. Der Durchschnittsbetrag pro Kopf lag nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg bei rund 1.200 Euro.
- Constanze Rauert -

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