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Kreisspitze trifft Landwirtschaft - Flächenverbrauch im Blick behalten

Landrat Makiolla ließ sich im Geflügelhof von Doris und Georg Ostermann auch die Abläufe in der Packstation erklären.Foto: Constanze Rauert - Kreis Unna
13.11.2017 Die gemeinsamen Treffen haben Tradition und die Treffpunkte sind aus Sicht der Verwaltungsfachleute immer interessant, schärfen sie doch den Blick für die Arbeit derjenigen, die Nahrung produzieren – die Landwirte.

Das galt auch für die Zusammenkunft des Vorstandes der Kreisverwaltung mit Vertretern der Landwirtschaftskammer und dem Landwirtschaftsverband auf dem Geflügelhof von Doris und Georg Ostermann in Fröndenberg. Nach einer Besichtigung des Betriebes wurde der in der Vergangenheit bereits gepflegte und von beiden Seiten geschätzte offene Dialog fortgesetzt.

Schärfere Umweltauflagen bereiten Sorgen

Ein wichtiges Thema war die Verschärfung verschiedener Umweltauflagen für landwirtschaftliche Betriebe. Beide Seiten waren sich darüber einig, dass die Regelungen beachtet und umgesetzt werden müssen. Dabei ginge es aber auch darum, praxistaugliche Lösungen zu finden, um Betriebe aufgrund zusätzlicher finanzieller Belastungen nicht vorzeitig ins „Aus“ zu rangieren.

Sorgen bereitet der Landwirtschaft auch der Flächenverbrauch. Für Gewerbeansiedlungen und Wohnungsbau werde oft auf Ackerland zurückgegriffen. Das werde für Landwirte manches Mal zum existenzbedrohenden Problem.

Ackerland ist weniger geworden

Landrat Makiolla unterstrich, dass Wirtschaftsförderung ohne neue Flächen nicht gelingen könne, er zeigte aber Verständnis für die Sorgen der Landwirte angesichts eines mit Zahlen untermauerten Flächenschwundes. Während Grünland und Wald in den letzten zehn Jahren im Kreis Unna flächenmäßig zugenommen hätten, sei das Ackerland um mehr als 1.400 Hektar geschrumpft, so die Statistik der Landwirte. Bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 50 Hektar seien das fast 30 Höfe.

Um den Druck hier etwas zu reduzieren, wurde vereinbart, Ausgleichsmaßnahmen im Kreisgebiet künftig nicht nur auf Ackerland umzusetzen.
- Constanze Rauert -




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