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Spitzen der Kreise Unna und Coesfeld - Bei Bildung und Kultur zusammenrücken

Die Vorstände der beiden KreisverwaltungenFoto: Kreis Coesfeld
12.09.2017 Der Blick über den Zaun eröffnet neue Perspektiven und Möglichkeiten. Das unterstrichen die Verwaltungsvorstände der Kreise Coesfeld und Unna beim Gedankenaustausch auf Burg Vischering in Lüdinghausen. Die Themen waren schnell ausgemacht: Bildung, Mobilität und Kultur.

Der demografische Wandel macht vor den Türen der Berufskollegs nicht halt. Damit eine sinkende Schülerzahl in bestimmten Ausbildungsberufen nicht das „Aus“ des schulischen Ausbildungsangebotes an sich bedeutet, soll über mögliche Kooperationen nachgesonnen werden.

Zusammenarbeit der Berufskollegs wird diskutiert

Wegen der vergleichbaren Nähe und eines ähnlichen Angebotes wäre eine Zusammenarbeit beispielsweise für das Richard von Weizsäcker-Berufskolleg (Standort Lüdinghausen), das Freiherr vom Stein Berufskolleg (Werne) bzw. das Lippe-Berufskolleg (Lünen) interessant. Ob es Sinn macht, die in der gemeinsamen Verwaltungsvorstandsitzung skizzierte Idee zu konkretisieren, sollen die Schulleitungen bis Ende des Jahres besprechen.

Der Ausbau der Zusammenarbeit bei Betriebspraktika über Kreisgrenzen hinweg könnten nach Auffassung der Landräte Dr. Christian Schulze Pellengahr (Kreis Coesfeld) und Michael Makiolla (Kreis Unna) den „Ausbildungsplatz und Wirtschaftsstandort ländlicher Raum“ in seiner Sandwich-Position zwischen Dortmund und Münster ebenfalls durchaus stärken.

Gute Radwege auch in Nord-Süd-Richtung

Diese Idee spielte auch in die Diskussion über ein gutes Radwegenetz über Kreisgrenzen hinweg hinein. „Wir wollen den Druck von der Straße nehmen. Deshalb müssen wir bei der Mobilität im Alltag stärker aufs Fahrrad als schnelles Fortbewegungsmittel zur Schule oder zur Arbeit setzen. Für unsere beiden Kreise heißt das konkret, dass wir uns dies- und jenseits der Kreisgrenze um attraktive und schnelle Querverbindungen in Nord-Süd-Richtung kümmern müssen“, so die Landräte. Auch hier sollen Planer die Köpfe zusammenstecken, um zu beraten, was in diesem Bereich geht.

Schloss Cappenberg ist münsterländer Perle

Ausgebaut werden könnte zudem die Zusammenarbeit im kulturellen Bereich. Ein Anknüpfungspunkt dabei wäre Schloss Cappenberg. „Das Schloss gehört zweifellos zu den wichtigen Schlössern und Burgen im Münsterland. Gemeinsame Veranstaltungen könnten dies unterstreichen“, sind die Landräte Schulze Pellengahr und Makiolla sicher. Denkbar wäre eine Einbindung des historisch und kulturell bedeutsamen Ortes zum Beispiel ins Münsterland Festival.

Auch die 2017 zum zweiten Mal vom Kreis Coesfeld ausgesprochene Einladung zu einer „musikalischen Wanderung“ könnte die Anlage einbeziehen. „Zwischen den Schlössern Cappenberg und Nordkirchen liegen nur rund zwölf Kilometer. Das ist eine ideale Wanderdistanz“, so Schulze Pellengahr.
- PK -


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