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Auf Film festgehalten - Aus dem Leben junger Arbeitsmigranten

Zeche WerneFoto: Constanze Rauert - Kreis Unna
14.07.2017 In einer neuen Film-Dokumentation zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), wie in der Nachkriegszeit junge Nachwuchskräfte aus ländlichen Gebieten für den Ruhr-Bergbau geworben wurden.

Filmemacherin Andrea Wirtz hat in dem vom LWL-Medienzentrum produzierten Film zeitgenössische Werbefilme mit Titeln wie „Mein Freund wird Bergmann“ mit den Aussagen dreier Zeitzeugen verwoben.

Der Film zeigt, wie die unmittelbare Nachkriegsgeneration für den Bergbau gewonnen wurde; er dokumentiert aber auch das Leben außerhalb der Arbeit im Pütt. Denn die aus Bayern oder Ostfriesland angeworbenen jungen Männer erhielten neben der Ausbildung eine intensive Betreuung in Lehrlingsheimen und sogenannten Pestalozzidörfern, in denen das Wohnen familienartig organisiert war.

Junge Bergleute als Ernährer der Familie

Häufig waren die jungen Bergleute Hauptverdiener in ihren Familien. Um die ausgebildeten Knappen an sich zu binden, stellten die Bergwerksgesellschaften ihnen Wohnungen, ja ganze Häuser zur Verfügung. Auch diese Zusatzleistungen wurden in Werbefilmen herausgestellt.

Außer auf Material aus dem LWL-Filmarchiv konnte Wirtz für ihre Dokumentation auch auf Filme aus dem Montanhistorischen Dokumentationszentrum am Deutschen Bergbau-Museum Bochum zurückgreifen.

Die DVD mit dem Film „Auf ins Ruhrgebiet!“ (rund 40 Minuten) und dem historischen Film „Mein Freund wird Bergmann“ (1951, rund 20 Minuten) kann beim LWL-Medienzentrum für Westfalen bestellt werden: E-Mail: medienzentrumlwlorg, Internet: http://www.westfalen-medien.lwl.org.
- LWL -

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